Mit dem Flieger nach São Miguel - Azoren

Da wir uns entschlossen hatten mit dem Schiff in den Sommermonaten in Leixões zu bleiben und der Flughafen Porto in der Nähe lag, haben wir eine kleine Zwischen-Reise eingeschoben. Mit Ryanair nach São Miguel auf die Azoren. Direktflug von Porto aus.

Die Azoren wollten wir eigentlich irgendwann mal auf eigenem Kiel anlaufen. Doch es sind immerhin 900NM über den Atlantik. Da dachten wir uns, wir schauen vorab mal rüber; nicht dass es uns dort vielleicht doch nicht so gut gefällt. Dafür ist dann die Strecke über's Wasser doch zu weit. 

 

Mit der 'Ryanair-App' haben wir einen dann auch einen günstigen Flug gebucht. Vom 25. Juli bis 2. August wollten wir auf São Miguel sein.

Flug bestätigt; nun noch ein Hotel. Als wir dies ein paar Tage später über 'Booking.com' versuchten, stockte uns der Atem. Es gab nur noch extrem teure Hotelzimmer. Daran hätte ich ja auch vorher denken können. Immerhin war gerade Hauptsaison. Doch dann hatten wir doch noch Glück. Als Conny dann auf die Suche in Netz ging fand sie noch ein Zimmer in einer Pension in Ponta Delgada angezeigt; nur noch ein Zimmer frei

... klick,klick  ...meins.

 

Dann noch den Leihwagen für vier Tage  ...  klick,klick  ...  das Internet macht's so einfach.

 

 

Wenn wir schon mal was planen. Kaum war alles gebucht, kam die Nachricht, dass es bei 'Ryanair' Streiks geben soll. Je näher der Abflugtag kam desto konkreter wurden die Streik-Vorhersagen. Und dann  ...  Volltreffer  ...  Streiktag 25. Juli  ...  na, SUPER. Das war genau unser Abflugtag. So ein Mist. Also, Buchungsbedingungen raus und studieren.

'Ryanair' muss uns entweder umbuchen oder ein Teil der Kosten ersetzen. 

Das Hotel können wir sogar noch am Anreisetag kostenlos stornieren. 

... bis hierhin OK

Den Leihwagen müssen wir bezahlen, es sei denn wir stornieren die Buchung vier Tage vor Übernahme. Nicht so gut. Dann lieber gleich stornieren und keinen Leihwagen. Die Stornierung bei 'Check24' lief genauso problemlos wie die Buchung und der schon auf der Kreditkarte belastete Betrag wurde nach 2 Tagen wieder gutgeschrieben. 

Nun waren wir finanziell auf der sicheren Seite. Trotzdem bangten wir bis zum letzten Tag um unsere Reise; hatten wir uns doch so gefreut.

Tatsächlich war bei 'Ryanair' am 25. Juli Streiktag, fast alle Flüge wurden gestrichen, aber unser Flug war nicht betroffen. Puh ... Glück gehabt. Azoren wir kommen.

 

Der Flug mit 'Ryanair' war klasse. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es los und fast pünktlich kamen wir an. Mit dem Taxi dann weiter zur Pension. Da waren wir. Ponta Delgada - Azoren.

Das Zimmer in der kleinen Pension mit Gemeinschaftsküche, war sehr schön, lag aber leider zur Straße raus und der Straßenlärm war trotz der geringen Straßengröße erheblich. Bei offenen Fenstern war der Lärm kaum auszuhalten. Bei geschlossenen Fenstern war es doch recht warm im Zimmer, so ohne Klimaanlage.

 

Ponta Delgada empfing uns mit Regen. Das ging ja gut los. Doch auf den Azoren kann man drei Jahreszeiten an einem Tag erleben. Das mit dem Regen dauerte nicht lange und wir erkundeten die Stadt. Ponta Delgade ist eine richtige Kleinstadt, aber eben typisch azorisch, mit kleine Gassen, typischen Häusern, tollen Geschäften. Einfach toll.

Kurz haben wir überlegt doch noch ein Auto oder einen Roller zu mieten. Doch die Preise waren uns einfach zu hoch. Dann haben wir auf eine sehr günstige Alernative die Insel zu erkunden zurück gegriffen: "YELLOWBUS"

Die Touristen-Busse fahren den ganzen Tag jede Stunde von Ponta Delgada aus über die Insel. Es gibt mehrere Haltestellen, die Tour dauert 1,5 Stunden. Hop-ON-Hop-OFF ist der Hit. Einfach an einer Haltestelle aussteigen, die Gegend erkunden und in den nächsten oder übernächsten Bus wieder einsteigen und weiter geht's. Es gibt zwei Touren über die Insel; den einen Tag nur die Eine und am nächsten Tag die Andere. Wir haben das Kombi-Paket für zwei Tage gebucht.

An beiden Tagen haben wir zunächst den ersten Bus um 8.30 Uhr genommen und einmal die ganze Tour gemacht. Dabei konnten wir uns dann schon mal anschauen, wo wir auf der nächsten Runde aussteigen, wo wir hin wandern können und wo wieder einsteigen.

Hat alles perfekt geklappt und wir hatten schöne Wanderungen zwischen den Haltestellen.

 

Auf unserer Zwischen-Reise konnten wir nicht nur meinen Geburtstag feiern, sondern auch noch eine Mondfinsternis beobachten. 

 

São Miguel mit der Stadt Ponta Delgada, dem Hafen und Jachthafen und dem vulkanischen Hinterland hat uns gut gefallen.

Die Informationen, die wir dort über die Azoren sammeln konnten, zeigten uns aber, dass diese wohl erstmal doch kein Segel-Ziel für uns sein werden. Es gibt dort kaum bis gar keine Ankermöglichkeiten, das Wetter ist of recht ruppig und die Yachthäfen sind oft überfüllt und teuer. Das ist dann für uns doch eher keine See-Reise über 900NM wert.

Gut das wir vorher schon mal da waren.