Lombardini - Motor und Generator

Unsere "Diesel-Umwandler" an Bord sind von "Lombardini" und heissen 

LMG 6000 (Generator mit 5kW Leistung)

LDW 2204 MT (Motor - Turbodiesel mit 64kW/87PS)

Zunächst hatten wir nur den Generator. Auf der Messe (hanseboot) 2012 in Hamburg hatte uns damals ein Angebot überzeugt.

Ein 5kW-Generator der für unsere Stromversorgung an Bord ausreichend war. Wir wollten alles mit Strom machen. Warmes Wasser, Kochen, Batterien laden, eben alles; kein Gas an Bord! Alle auf der Messe angebotenen Generatoren von anderen namenhaften Herstellern brachten nicht die Leistung oder waren für die Leistung einfach zu groß und teuer.

Lombardini passte genau und der Preis stimmte!

Beim "Marineservice Niederlehme" bestellten wie den Generator. Der Preis war mit Messerabatt super und der versprochene Service sollte sich später noch als "superklasse" beweisen.

Auf unserer Nordtour 2015  "Im Fahrwasser der Wikinger"  leistete der Generator in der Einsamkeit der Schärenwelt gute Dienste. Wir waren autark. Sogar als der Halter der Seewasserpumpe gebrochen war, konnten wir uns an einer Schäre weitab der schwedischen Zivilisation weiter helfen. Generator an, Kabel auf die Schäre gelegt, Schweißgerät angeschlossen und schon konnten wir den ausgebauten Halter der Seewasser Pumpe reparieren. 

Zurück in Deutschland brauchten wir am Landstrom angeschlossen erstmal keinen Generator mehr. Als wir dann im Juni 2016 zum "Harburger Binnenhafen-Fest" auf einen Liegeplatz ohne Landstrom verlegen mussten und das Ding mal wieder nutzen wollten, muckte der Generator dann plötzlich. Er zeigte "FAIL" im Display und ging in den "Not-Aus". Auf der "hanseboot 2016" trafen wir den Händler wieder. Obwohl die Garantie gerade abgelaufen war, bot er uns an, den Generator mitzunehmen und zu überprüfen. Wir brachten das Ding zur Messe und der Händler nahm den Generator mit.

Leider hatte uns auf einer Tour Richtung Helgoland im Oktober 2016 unsere Maschine vom Typ  "Mercedes OM314"  in 'Cuxhaven'  im Stich gelassen. Kühlwasser sprudelte bei der Wasserpumpe heraus und der Ölverbrauch lag plötzlich bei 5 Liter in 10 Stunden.

Das war nicht gut. Der Helgoland-Trip wurde gestrichen und es ging mit langsamer Fahrt zurück nach Harburg.

Angebote einer Grundüberholung des Motors erreichten schnell Beträge von über €5.000,-, dazu kam dann noch eine Grundüberholung für das Getriebe, die, wenn aufgrund des Alters überhaupt noch möglich, nochmals mit ca. €2.500,- dazu kam.

Wieder war es der "Marineservice Niederlehme" der uns weiter half. Ein Messeangebot für einen neuen Diesel-Motor mit Getriebe lag knapp über den Reparaturkosten unseres alten Motors und Getriebes. Eine Probefahrt auf der Elbe bei 'Wittenberge' mit einem Motorboot des Händlers überzeugte uns schließlich. Der Typ Motor, welcher im dem Motorboot eingebaut war, sollte unser neuer Motor werden. 

Nun begann die Winterarbeit. Alter Motor raus, Maschinenrum umbauen für den neuen Motor und den neuen Platz für den Generator, Motorraum-Isolierung anbringen, Auspuffschlauch verlegen und Motorraum-Bilge malen. Als alles vorbereitet war, wurden der Motor und  der reparierte Generator wie versprochen geliefert. Der Einbau klappte mit Unterstützung von Freunden und Mitgliedern des YHH reibungslos. Alles passte. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle an Euch tatkräftige Helfer. 

Mit der Technik von "Lombardini" im Maschinenraum starteten wir dann Ende Mai 2017 auf unsere Tour "Richtung Süden".

Alles läuft super. Der Generator hat zwar zwischendurch mal wieder das "FAIL/Not-Aus-Spiel" mit uns gespielt, doch ein, zwei Anrufe beim "Marineservice Niederlehme" halfen weiter. Alexander und Maren kümmerten sich rührend um uns und unser Problem, das wir mit dem Generator in der Bucht von 'San Sebastian' hatten. Alexander konnte mir mit kompetenten Ratschlägen und Erklärungen telefonisch weiterhelfen. Der Generator hatte offensichtlich zwei Probleme. Zum einen eine kaputte Starter-Batterie und zum Anderen Kontaktschwierigkeiten in der Messelektronik. Beides war, dank Alexanders tollem Telefonservice schnell behoben. Mit einer neuen Batterie startet der Generator wieder gut und das Reinigen der Kontakte in der Elektronik-Box brachte den gewünschten Erfolg. Die Messtechnik bekommt nun wieder die richtigen Werte und der Generator geht nicht mehr in den "Not-Aus".

Vielen Dank an dieser Stelle an Maren und Alexander vom "Marineservice Niederlehme" für Eure tolle Unterstützung!

 

"Hook-and-More"

Der "Haken" bei der Sache ist, dass das Ding wohl nicht wirklich für Seewasser geeignet ist. Auf der Messe war mal wieder alles so überzeugend. Endlich ein Haken, der lang genug auszuziehen ist und mit dem man nicht nur die Mooring-Boje erreicht, sondern auch noch den Tampen durch die Öse ziehen kann. Das Tampenende am Haken eingeklemmt, den Haken in der Öse einhaken, kräftig ziehen. Der Drehmechanismus im Haken fädelt dann beim Ziehen den Tampen durch die Öse der Mooring-Boje und man kann die Leine einfach an Bord zurückholen und belegen. Toll!

Doch dann, nach dreimaligem Nutzen des Patent-Hakens an der Mooring, kam die Ernüchterung.

Obwohl gepflegt, gesäubert und geölt, verhakte sich der Drehmechanismus und blieb in geschlossener Stellung hängen. Nun war dies glücklicherweise nicht an einer Mooring-Boje der Fall, sondern der "Vorführeffekt" an der Reeling. Trotzdem ärgerlich. Um den Haken wieder lösen zu können, musste ich das Ding aufschrauben: Garantie adé! 

Zum Vorschein kam ein komplizierter Plastikkugel-Mechanismus, der wohl kein Salzwasser abkonnte. Reinigen und Verwendung von Silikonspray brachten leider nicht den gewünschten Erfolg. Der Plastikkugel-Mechanismus war nicht dazu zu bewegen sich wie gewünscht zu bewegen. Aus "Hook-and-More" wurde "Hook" und nix mehr.

Die 72 Plastikkugeln habe ich inzwischen gegen Metallkugeln (INOX) gleicher Größe ersetzt und das Ding damit wieder voll funktionsfähig gemacht. 

Nochmals kaufen würde ich mir einen so teuren "Hook-and-More" aber nicht.